Vereinsgeschichte (1974-1994)

Etwa ab 1974 wurde das Sportkegeln immer intensiver betrieben. Dies hatte zur Folge, dass sich ein Großteil der Aktiven an den Vereinsmeisterschaften des KV Kitzingen beteiligten. Durch die hierbei erzielten Erfolge qualifizierten sich immer wieder Kegler SKC Germania für überörtliche Meisterschaften bis hin zur bayerischen Meisterschaft. Zeitweise verfügte der Club über vier aktive Herrenmannschaften, die zahlreiche Meisterschaften und aufstiegsberechtigte Spitzenplätze in ihren Klassen errangen.

In dieser Zeit partizipierte der SKC Germania auch von der Jugendarbeit des KV Kitzingen. Verschiedene Jugendliche des Vereines erzielten mit der Mannschaft des KV Kitzingen bei der männlichen A-Jugend die Bezirksmeisterschaft, Bayernliga und qualifizierten sich für die Deutsche Meisterschaft.

Angespornt von den sportlichen Erfolgen war man in dieser Zeit die eigenen Farben über den örtlichen Bereich hinaus leuchten zu lassen. In der nachwachsenden jungen Generation bildete sich ein "harter Kern", der bereit war, sich an Pokalturnieren und BKSA-Veranstaltungen zu beteiligen und dabei auch weite Fahrten nicht scheute.

Freundschaftliche Kontakte wurden zu Keglern aus Amberg und Laaber geknüpft. Mit den Mannschaften des "TSV Diespeck&quot und "Auf geht`s Röttenbach&quot wurde in der Zeit von 1987 bis 1990 auf Initiative des 1. Vorsitzenden Hermann Schneider und des Sportwartes Alfred Schramm jährlich ein Freundschaftspokal ausgespielt, der auch einmal von Germania gewonnen werden konnte.

Mit dem sportlichen Erfolg wuchs auch der Anspruch an die eigene Sportstätte. Bereits im Jahr 1977 entschloss man sich zu einer grundlegenden Modernisierung der beiden Kegelbahnen, da an eine Erweiterung für nicht finanzierbar und nicht durchführbar hielt. Erstmals erhielten die Marktbreiter Bahnen eine Kunststoff-Lauffläche. Nach der Modernisierung wurde dann das mittlerweile zur Tradition gewordene St.-Georg-Wanderpokalturnier ins Leben gerufen. Hierzu wurde von der Stadt Marktbreit der St.-Georg-Wanderpokal gestiftet. Er wird seither ausgespielt. An diesem Turnier beteiligten sich jährlich stets zwischen 80 und 120 Sport- und Freizeitkegler.

Der sportliche Aufschwung führte 1979 zur Gründung einer Damenmannschaft. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten sie die Damen ab der Spielrunde 1982/83 am Spielbetrieb beteiligen. Zur Überraschung aller belegten sie in der Kreisklasse den zweiten Platz, mussten jedoch nach zwei Aufstiegsspielen gegen die TG Zell, diesen den Aufstieg überlassen. Im Folgejahr gelang den Damen jedoch die Meisterschaft und der Aufstieg in die Unterfrankenliga. Durch Erfolge bei den Vereinsmeisterschaften in Kitzingen qualifizierten sich auch immer wieder Marktbreiter Damen für Meisterschaften bis hin zur Bayerischen Meisterschaft.

Bei den jährlich durchgeführten Vereinsausflügen, die uns kreuz und quer durch Deutschland sowie nach Österreich, Südtirol, Ungarn, Tschechien führten, wurden Kontakte zu dortigen Keglern geknüpft. So kam es in den 80er und 90er Jahren zu Freundschaftsspielen in Berg im Drautal (Österreich), Naturns (Südtirol) und Karlsbad (Tschechien). Ein geplantes Freundschaftsspiel in Ungarn fiel leider dem Programm zum Opfer. Die Mannschaften aus Berg und Naturns besuchten uns auch in Marktbreit und Naturns beteiligte sich sogar 1990 am St.-Georg-Wanderpokalturnier.

Bei den Kegel-Weltmeisterschaften 1990 in Innsbruck traf der 2. Vorsitzende Stephan Eidel begeisterte Sportkegler aus der ehemaligen DDR. Da man sich sofort gut verstand, wurde man sich schnell einig, dass man sich zu einem Freundschaftsspiel treffen sollte. Schon im Sommer 1990 kam es zum ersten Treffen in Marktbreit. Auch der Gegenbesuch m Mehltheuer/Vogtland (Lkr. Plauen) lies nicht lange auf sich warten. Mittlerweile hat sich zwischen beiden Vereinen eine harmonische Freundschaft entwickelt.